"Koalaland" mein erster Roman 2013

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17.3.13 20:52, kommentieren

Mein neues Buch: 90 Minuten Südamerika

Rechtzeitig vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ist mein neues Buch "90 Minuten Südamerika" erschienen. Es ist ein Reise- und Fußballroman und ein Buch über große Freundschaften, Liebe und die Suche nach dem Glück. Auch die Veränderungen in unserem Land werden darin reflektiert.

 

Mehr Infos findet ihr hier:

 

www.markscheppert.de

 


"Blond, deutsch und Fußball-Fan: So zieht man in Paraguay schnell die Blicke auf sich. Besonders dann, wenn man beim 1:0 für die Heimat vor Glück einen ganzen Häuserblock zusammenbrüllt - und dem Gastgeber später bei einer WM im Armdrücken doch noch zum Sieg verhilft."

(Spiegel Online)

 

„90 Minuten Südamerika“ ist eine Art nonfiktiver Coming-of-Age-Roman, in dem der Fußball sukzessive stärker in den Fokus rückt....

Schepperts Berichte sind keine abgehangenen Weisheiten, sondern großartig geschriebene Momentaufnahmen einer riesigen Weltkarte."

(11 Freunde, Magazin für Fußballkultur 116 / Juli 2011)

 

 

 

HIer könnt Ihr es bestellen und ggf. rezensieren:

90 Minuten Südamerika bei Amazon

 

oder überall sonst wo es Bücher gibt, z.B.

 

 90 Minuten Südamerika bei Thalia

 

(Kleiner Hinweis: Das Buch hat nur am Rande mit nachfolgendem Weltreise-Tagebuch von 2005/2006 zu tun. In "90 Minuten" geht es zudem um den Zeitraum von 1990 bis 2010. Die hiesigen Geschichten sind weder sprachlich noch inhaltlich überarbeitet worden und deshalb zum Teil auch sehr holprig und eben nicht literarisch - das Buch ist deutlich besser und vielfältiger - hoffe ich...)

 


Rezis zu "90 Minuten Südamerika"

 

 

90 Minuten Update

 

 

7.4.12 11:19, kommentieren

Das Ende

(Berlin/Deutschland). Am 15. September 2006 fliegen zurück nach Berlin. Erstmals auf unserer Reise verpassen wir dabei einen Anschlussflug und auch unsere Rucksäcke sind bei der Ankunft nicht da. Hatten wir für diese Weltreise schon fast alles, was wir besaßen, verkauft und verschenkt, besitzen wir nun nur noch die Sachen, die wir am Leibe tragen. Ein echter Neuanfang!


Obwohl wir am Terminal unseren Familien und Freunden nach fast einem Jahr glücklich in die Arme fallen, wissen wir beide:

 

WIR WÄREN GERNE NOCH GEBLIEBEN!

 

 


1 Kommentar 16.9.06 23:21, kommentieren

Die Suche nach dem Glück

(Taganga/Kolumbien). Im Fischerörtchen Taganga an der Karibikküste Kolumbiens treffen wir eine Spezies, der wir aufgrund unserer Reiseroute lange erfolgreich aus dem Weg gegangen waren. Es sind nicht nur fünf oder sechs Leute, sondern regelrechte - vorzugsweise englisch, hebräisch und französisch sprechende - Backpackerhorden. Alle Hotels direkt am Strand sind von ihnen blockiert und stylishe Typen und gackernde Bikini-Püppchen beobachten hinter schwarzen Marken-Sonnenbrillen, unsere Suche nach einem geeigneten Quartier.

 

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Für die globalisierte Gemeinschaft der „Lonley Planet Generation“ scheint dieser Ort der Endpunkt ihres Südamerika-Kreuzzuges zu sein, denn tatsächlich liegen auch zwei Schottinnen im Sand, die wir zuletzt kotzend in Nordargentinien gesehen hatten. Sie wären seit Monaten mit der gleichen Truppe unterwegs gewesen, berichten sie stolz, und sind nach Bolivien, Peru und Ecuador nun in Kolumbien gelandet. Die coole Gang hatte fast alle wichtigen Inkaruinen, Berggipfel, Flussläufe und Wasserfälle des Kontinents gesehen und auf tausenden Digitalfotos verewigt. Ob in großen Städten oder bei zurückgezogenen Indiostämmen, überall hätten sie extrem gechillt und legendäre Partys gefeiert. „Amazing!“, ist ihr bevorzugtes Wort.

Als wir uns von den Hühnern verabschieden, denke ich darüber nach, was mich von diesen stumpfsinnigen und dennoch so unbekümmerten Rucksackreisenden auf unserer Reise unterschieden hatte. War ich gebildeter, kultivierter oder niveauvoller gewesen? Nein! Auch ich war in Landschaften und Orte gereist, in denen ich mit meinem weißen Arsch eigentlich überhaupt nichts zu suchen hatte. Oftmals ohne Sinn und Verstand war ich durch vormals unberührte Landschaften gefahren und in eine heile Welt mit bis dato glücklichen Menschen eingedrungen, die von mir weder etwas brauchten noch etwas lernen konnten. Allein durch mein Erscheinen hatte ich vielleicht ein letztes Stück Paradies zerstört.


Was werde ich also zu Hause erzählen auf die Fragen: „Was hat dir die Weltreise gebracht? Hast du gefunden, wonach du gesucht hast?“ Wir haben nur noch wenige Tage bevor es zurück nach Deutschland geht. Ich nehme mir vor, nun endlich auf eine intensive Suche zu gehen. 


Natürlich buchen wir die Bootsfahrt in den Tayrona Nationalpark nicht bei den marktschreierischen Touranbietern im Ort, sondern bei einem Fischer namens Francesco, der mich mit den Worten „Ah! Messi!“ begrüßt. Ich habe mich daran gewöhnt, dass dies überall geschieht, sobald ich mein Barcelona-Trikot in Südamerika trage. Ich antworte überschwänglich: „Ah! Totti!“


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Wir sind uns nicht ganz schlüssig, ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben, denn das, mit 25 kreischenden Backpackern, beladene Boot, welches zehn Minuten vor uns ablegt, sieht wenigstens vertrauenerweckend aus. Unser Äppelkahn gleicht einem Ruderboot mit Außenborder, mit dem man maximal auf einem Baggersee herumgondeln kann. Als wir den deutschen Namen auf der Seite der Nuss-Schale lesen, müssen wir dennoch schmunzeln. Das Ding heißt „Schnecke“.

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Neben Sylvie, Victoria, dem Kapitän und mir haben wir noch den kleinen „Siete“ (Sieben) an Bord. Er ist ein Frühchen, ein Sieben-Monats-Kind und wird seit seiner Geburt deshalb überall nur „Siete“ gerufen, erklärt uns Opa „Totti“ stolz. Als wir die Bucht gemächlich tuckernd verlassen, lächele ich in mich hinein. Was für eine Gurkentruppe: „Siete“, „Totti“, „Messi“, Victoria „Beckham“ und Sylvie „van der Vaart“ stechen auf der kriechenden „Schnecke“ in See. Da das die anderen wahrscheinlich eh nicht verstehen würden, behalte ich es lieber für mich.

Es ist ein sonniger Tag und eine sanfte Brise sorgt für angenehme Temperaturen. Auf dem offenen Meer wird mir jedoch sofort ein bisschen mulmig, da hier draußen ein gehöriger Wellengang herrscht. Knatternd rast eine weitere Touristendschunke an uns vorbei. Die zwei Schottinnen winken uns zu, während der Steuermann verständnislos mit dem Kopf schüttelt und Totti einen Vogel zeigt. Ich verstehe nicht ganz warum, da ich es auf unserem Boot nun ganz angenehm finde. Frau van der Vaart und Frau Beckham sonnen sich im Bikini am Bug, während ich mit Siete versuche, Fische zu fangen. Der Motor röhrt monoton und Totti steuert uns sicher über gleichförmig laufende Wellen. An Land sehen wir die Schnorchelbucht bevor wir eine größere Landzunge mit scharfkantigen Felsen umschiffen.


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Der Wind nimmt ein wenig zu. Obwohl ich bereits jetzt finde, dass wir ziemlich weit vom Land entfernt fahren, steuern wir hinter der Klippe noch weiter aufs offene Meer hinaus. Das Boot beginnt sich immer mehr zu heben und wieder zu senken. Die Wellen werden um einiges höher, bedenklich viele Strudel kräuseln die Wasseroberfläche und es weht ein böiger Wind, der immer weiter auffrischt.

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Plötzlich, wie aus dem Nichts, erwischt uns frontal eine riesige Monsterwelle. Alle schreien panisch auf, da wir gleichzeitig von der schäumenden Wasserfontäne nach hinten geworfen werden. Das Boot schlingert sekundenlang bedenklich hin und her. Während Totti hektisch versucht, uns wieder auf Kurs zu bringen, sucht Sylvie ihre Sonnenbrille und Victoria rubbelt ihre Kamera trocken. Siete kauert sich ängstlich unter die Sitzbank. Dort sehe ich auch, dass wir blassgelbe Schwimmwesten an Bord haben. Drei! Es sieht jetzt so aus, als ob auch von unten Wasser durch die Holzplanken eindringt, denn meine Füße stehen bereits knöcheltief darin. Als ich dies gerade an Sylvie weitergeben will, trifft uns seitlich der nächste Kaventsmann mit voller Wucht. Die „Schnecke“ neigt sich um 40 Grad. Ich bekomme Angst und brülle irgendwas von Schwimmwesten durchs Boot. Doch es rauscht bereits die nächste drei Meter hohe Wand auf uns zu. Wassermassen türmen sich vor uns auf und wie in einem Katastrophenfilm fahren wir in Zeitlupe die Welle hinauf, um auf der Kammspitze im Höllentempo wieder herunterzurasen. Mir wird schlecht.

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Totti beginnt Wasser aus dem Bootsinneren zu schöpfen. Er benutzt dazu, ein winziges Plastikschüsselchen und ich helfe ihm mit bloßen Händen. Die Brecher, die nun aus allen Richtungen zu kommen scheinen, sind so laut, dass ich es nicht höre. Aber ich spüre es und als ich in Tottis panische Augen schaue, weiß ich es auch. Die „Schnecke“ stellt sich quer. Der Motor ist ausgegangen!


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Der Ozean spielt jetzt mit uns. Riesige Wellen rollen auf die nun steuerlose Nussschale  zu und neben dem Boot öffnen Strudel ihren Schlund in die Tiefe. Die schroffen Felsen am Ufer scheinen auch für gute Schwimmer, unerreichbar zu sein. Der kleine Siete klammert sich an mein Bein. Er zittert am ganzen Leib und weint. Ein neues Ungeheuer prescht heran. Doch obwohl der, vielleicht letzte, kurz bevorsteht, werde ich mit einem Mal ganz ruhig. Ich weiß plötzlich, was mir die Weltreise gebracht hat. Ich habe die Antwort gefunden.

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Es war kein langer Trip auf der Suche nach dem Glück, keine Auseinandersetzung mit mir selbst und kein Fahnden nach neuen Werten gewesen. Keine spirituelle Reise. Auch nicht das Aufspüren zufriedenerer Menschen, oder anderer Länder, in denen ich lieber wohnen wollte, war das primäre Ziel. Nein! Ich hatte mich vor unserem Trip oft mit Sylvie gestritten - fast hätten wir uns sogar getrennt. Doch in den letzten Monaten waren wir wieder ein perfektes Team geworden. Wir konnten uns jederzeit blind auf den anderen verlassen, uns vertrauen, aufbauen und glücklich in die Arme nehmen. Und wir waren der absoluten Freiheit begegnet. 

Plötzlich begreife ich, was das Reisen mit ihr bedeutet hatte. Ich musste nicht täglich dem Israeli-Amerikaner-Sachsen in einer Rooftop-Bar unterm Sternenhimmel zuhören, wie er einem Pinguin in Chile, oder einem Lama in Peru einen Zungenkuss gegeben hatte. Nicht wieder und wieder anhören, wie jemand in die größten Geysire und höchsten Vulkankrater des Kontinents gespuckt hatte. Keine Geschichten von Urwald-Indianerkindern, die ihren ersten Kaugummi freudestrahlend verschluckten und von Drogen eines mystischen Schamanen, die einen drei Tage lang, bunte Kreise haben sehen lassen. Auch wenn ich den meisten Rucksacktouristen sehr ähnlich sehe, hatte ich keine wildfremden Menschen gebraucht, um ihnen von meinen Erlebnissen zu berichten, musste keine Handynummern speichern, lustige Filmchen auf Mini-Laptops vorspielen und nicht mit anderen den „Lonely Planet“ auf der Suche nach dem nächsten Acht-Mann-Schlafsaal durchgehen.

Wir hatten uns durch Südamerika treiben lassen und fast jeden Abend in einem eigenen Zimmer das Erlebte reflektiert. Sylvie war mein Ruhepol, mein vorgehaltener Spiegel, meine Zuhörerin und mein Gewissen gewesen. Die vorbeiziehende Welt war lediglich die Kulisse für unseren Liebesfilm. Genau danach hatte ich gesucht! Trotzdem musste ich sehr weit reisen, um das herauszufinden. Ich hatte es die ganze Zeit dabei gehabt, das Glück namens Sylvie.

 


Ich schrecke hoch, schaue zum Bug auf mein süßes Mädchen und das vor ihr hereinbrechende Meeresmonster. Jetzt werden wir also sterben, denn hinter mir zieht Totti noch immer vergeblich am Starterseil. Siete krallt sich, mit der viel zu großen Schwimmweste um den Hals, an meiner Wade fest. Es sind nur noch Sekunden bis zum Einschlag, doch plötzlich stellt sich das Boot ein wenig gerade. Ich schaue zu Totti und kann es kaum fassen. Er grinst mich an, streckt den Daumen nach oben und kramt dann in seiner Hemdstasche nach Zigaretten. Der Motor ist angesprungen.

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Auch wenn wir unsere Pläne ändern und erst zwei Tage später per Bus und Dschungelwanderung in den Nationalpark kommen, verbringt die Crew der „Schnecke“ noch einen herrlichen Tag am sich beruhigenden Meer. Wir fangen bunte Fische nur mit Sehne und Haken, schnorcheln in traumhaften Korallenbuchten, rennen mit Siete um die Wette und grillen gemeinsam am einsamen Strand von Playa del Amor.

Dort fragt mich Sylvie irgendwann, warum ich eigentlich in den kritischen Minuten so komische Sachen gebrüllt hätte. Ich sehe sie fragend an. „Ich meine, was sollte das denn? Beckham, van der Vaart und Siete: Schwimmwesten anziehen! Hab ich nicht ganz kapiert.“ Ich zucke mit den Schultern und lächle in mich hinein. Da sie es wahrscheinlich eh nicht verstehen würde, behalte ich es lieber für mich, nehme sie in die Arme und sage stattdessen: „Ich liebe dich!“

 

 

"Ich bereue diese Liebe nicht
auch wenn es mich mein Herz kostet
lieben ist ein Wunder, und ich hab dich geliebt
wie ich es mir nie vorgestellt hatte

Ich versuche deiner Haut zu widerstehn
deinem Blick, deinem ganzen Sein
und ich fühle wie das Leben uns davonläuft
und dass der heutige Tag nicht mehr wiederkommt

Doch wenn die Türen erst geschlossen sind
wartet das Bett leer
auf die verrückte Leidenschaft der Liebe

Und während wir sagen "ich liebe Dich"
steigen wir immer höher zum Himmel hinauf
und ich kann diese Liebe einfach nicht bereuen."

 


1.9.06 20:48, kommentieren

Dinge erledigen

(Cartagena/Kolumbien). Spontan beschließen wir noch einen Tag länger in Cartagena zu bleiben.


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Wir können hier wahrscheinlich noch eher einige Dinge erledigen, als dann in einem abgelegenen Nationalpark. Die abzuarbeitende Liste ist folgende:

  1. Schwarzbrot kaufen. Wir freuen uns wie Honigkuchenpferde und zelebrieren ein fürstliches Frühstück
  2. Wäsche waschen lassen. Das ist natürlich angenehmer, wenn man einen Riesenklumpen dreckiger Klamotten abgeben kann und die Sachen gewaschen und gebügelt (sogar die Schlüpfer) wieder bekommt
  3. Geld wechseln. Beim Zählen unserer Bestände waren wir selbst überrascht, dass wir noch etliche Travelerchecks mit uns herumtragen. Die Zeit, dass man mit diesem antiquierten Reisegeld herumreist, ist eindeutig vorbei. Hier bekommen wir die zumindest eingetauscht
  4. Eine vielleicht letzte Rundmail schreiben. Besonders die Familienmitglieder werden sicherlich froh sein, dass in Kolumbien nicht Mord und Totschlag herrscht.
  5. Gezapftes Bier trinken.

Am Abend lernen wir dummerweise in unserer Posada noch einen Australier und einen Deutschen kennen. Gerald kommt sogar aus Berlin.

 

Dumm deshalb, weil die beiden sehr lustig und amüsant sind, tolle kurzweilige Geschichten erzählen können und es daher eine extrem lange, aber vergnügliche - rotweingeschwängerte - Nacht wird.  

 

31.8.06 19:36, kommentieren

Islas del Rosario

(Cartagena/Kolumbien). Wir laufen gleich früh an den nahe gelegenen Bootshafen. Dort stehen zwar ziemlich viele einheimische und ausländische Touristen am Kartenhäuschen an, aber dadurch bekommen wir auch mit, dass sie fast alle das „Party-Boot“ zum Playa Blanca und Aquarium wollen. Wir buchen daher eine Tagestour für 20 Dollar auf die Insel „Media Naranja“, die zu den Islas del Rosario gehört.

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Auf unserer kleinen Yacht befinden sich somit nur 15 Leute und nach einer interessanten Fahrt durch den Hafen und Mangroven gesäumten Ufern, geht es hinaus aufs offene Meer.


Wir hatten uns eigentlich nicht viel von dem Ausflug versprochen, doch als wir nach etwa einer Stunde anlanden, befinden wir uns mitten im Karibikparadies. Weißer Sand, türkisfarbenes, kristallklares Wasser und dies vor allem ohne weitere Menschen. Kurz entschlossen gehen wir auf einen Schnorcheltripp mit. Wir ahnen zwar nicht, dass wir von nun an zwei Stunden ununterbrochen schwimmen müssen, aber die Unterwasserwelt ist so spektakulär, dass Zeit für uns keine Rolle spielt.  


Mit schweren Armen und aufgeweichten Gliedmaßen erwartet uns der Mann mit dem Papagei vom Steg, der bereits ein bombastisches Fischgericht gezaubert hatte. Nach mehren Stunden und am badewannenwarmen Wasser fahren wir von einem Ort auf dieser Erde zurück, der es locker in jedes Karibiktraum-Magazin geschafft hätte.

 

In Cartagena durchstreifen wir uns noch unbekannte Ecken, der wirklich malerisch restaurierten Altstadt und kehren per Zufall in einem Lokal ein, was von zwei Deutschen geführt wird, mit denen wir noch ein bisschen ins Quatschen kommen. Alles in allem – Kolumbien ist scheinbar genau das richtige Land für unsere letzten Tage der Weltreise!

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30.8.06 16:17, kommentieren

In Kolumbien

(Cartagena/Kolumbien). Über Bogota landen wir irgendwann in Cartagena. Ein Taxi bringt uns für 4 Dollar in die Altstadt. Sofort begeistert uns die herrliche historische Innenstadt. Überall sitzen gelöste Menschen in den Straßen und Cafes oder laufen gelassen durch die bunten Gassen. Im Gegensatz zu Venezuela haben die Touristen hier wieder teure Kameras um den Hals hängen. 

 

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Unser kleines verschlafenes Hostal Santo Domingo mit dem grünen ruhigen Innenhof ist ein fantastischer Anlaufpunkt und unser erstes kolumbianisches Abendessen genießen wir bei romantischem Kerzenlicht - allerdings auch, weil in der Stadt der Strom komplett ausgefallen war. Im Patio des Hostals probieren wir noch die heimische Biersorte und lauschen den Grillen in den Bäumen.

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28.8.06 21:38, kommentieren

Straße ins Ungewisse

(Boa Vista/Braslien). Wir stehen früh auf und fahren mit einem Bus an die nahe Grenze nach Venezuela. Endlich können wir unsere, vom Rucksack geschundenen Körper, unter dem Straßenschild der berühmten "Panamericana" fotografieren lassen.Trotzdem bin ich heute irgendwie extrem genervt. Ich habe ein komisches Gefühl bei unserem 13. Land Venezuela.


Erstmals haben wir wirklich das Gefühl, dass wir ins Ungewisse laufen.

...und tatsächlich bestätigen sich meine Befürchtungen. Über die kommenden Wochen möchte ich deshalb aus verschiedenen Gründen nichts schreiben...

10.8.06 05:31, kommentieren

Danke Brasilien

(Boa Vista/Brasilien). Zum Schluss haben wir ja wenigstens Inlandsflüge in Brasilien gebucht. Nach mehreren stundenlangen Fahrten – meist zweistellig – genießen wir diesen Komfort doch sehr. Am Flughafen von Manaus sehen wir wieder unsere Freunde, die Schildkröten und ohne große Verspätung hebt die Maschine der TAM in Richtung Boa Vista ab.


Für wenig Geld fahren wir zum Busbahnhof, entscheiden aber dort spontan, erst morgen nach Venezuela zu fahren. Wir wollen noch einen Tag in unserem bisher schönsten Reiseland verweilen. Brasilien war, gerade weil es so überraschend kam, überwältigend. Danke an dieses Land mit seinen fantastischen Menschen.


Der Ort ist zwar extrem langweilig und tot, aber wir haben ein schönes Hotel für 60 Real mit einem riesigen Pool gemietet, da können wir die Nachmittagssonne bei einem letzten originalen Caipi ganz gut genießen. Abend schlendern wir in das verschlafene Zentrum und essen für 7 Real Fisch und Huhn mit den Einheimischen. Nach einem englischen Film im Kabel-TV schlafen wir entspannt ein und können uns morgen vollkommen ausgeruht ins Abenteuer Venezuela stürzen.

 

 

P.S.: Wir scheinen übrigens bleibenden Eindruck in Laos hinterlassen zu haben. Haben gerade von Litchy erfahren, dass seine Freundin, Yard, ihre beiden neuen kleinen Kätzchen nach uns benannt hat. Mit dem Zusatz, dass Mark ein Nervsack wäre und Sylvie in die Küche scheißt. Als wir dann leicht irritiert mal nachgefragt haben, ob wir das denn nun als Kompliment sehen dürften oder nicht, wurde uns versichert, dass das wirklich eine Ehre sei. Erklärung von Yard: "Katzen sind in Laos sehr geachtete Tiere. Sie werden nicht gegessen"... Na dann!


9.8.06 16:47, kommentieren