Die größtmögliche Freiheit

(Sydney/Australien). Meine Sicht: Erstmal heißt es Abschied nehmen von Jörnchen und Marlene, diesmal vielleicht für immer - zumindest aber für ziemlich lange Zeit. Leider klappt bei deren Einchecken irgendetwas nicht (sie sind gar nicht auf Ihren Flug reserviert), somit können wir nicht mal ein Abschiedsbier trinken und warten allein auf unseren Abflug nach Australien.


Vielen Dank erstmal an unseren Hermann und British Airways. Irgendwie sind keine Plätze in der Holzklasse mehr frei, sodass sie nicht nur den Ölrussen, sondern auch uns in die „Weinklasse“ hochstufen. Hey, wir können uns gar nicht wehren, die Stewardessen füllen uns regelrecht ab. Auch dadurch ist es eine recht kurzweilige Angelegenheit, ich quatsche mit dem Ölrussen über die Erlebnisse der letzten Monate und wir trinken gemütlich ein Weinchen aus feinen Gläsern. Sylvie guckt Filme und schläft dann, was wir irgendwie „verpennen“, sodass wir ziemlich müde und leicht angeschippst am Flughafen ankommen.

 

Zum Glück ist die Einreise weniger kompliziert als gedacht, nicht mal nach dem elektronischem Visum fragen sie und wir lernen sogar noch ein nettes Mädel aus Deutschland kennen. Mit Julchen quatschen wir noch eine Weile vor dem Flughafengebäude und verabschieden uns dann in Richtung City – die Arme hatte sich in ein Backpacker-Hotel eingebucht, in welches sie erst um 15 Uhr reinkommt. Jetzt ist es 8 Uhr.

Auf einmal werde ich fast melankolisch und mir treten die Tränen in die Augen, denn irgendwie muss ich daran denken, dass ich mir mit 14 Jahren eine riesige Australien-Landkarte über mein Bett gehängt hatte. Dies wäre ja nicht so ungewöhnlich, wenn es sich nicht um ein ostdeutsches Mini-Kinderzimmer in der DDR drehen würde, dass ich mit meinem lieben Bruder teilen musste. Wir fragten uns jede Nacht nach den Städten in Down Under ab - und wussten, dass wir eigentlich nie die Chance haben würden dort selbst einmal hin zu kommen. Benny (!) ich hab es jetzt auch, wie Du zuvor, geschafft!!!!!!!

Das Betreten dieses Landes ist für mich - obwohl ich nun schon so viel von dieser Welt gesehen habe - das Gefühl der größtmöglichen Freiheit, dass ich jemals im Leben verspüren werde.

 

Midnight Oil die ganze Nacht... Fuck sake!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!





21.2.06 21:09

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Erdge Schoss / Website (27.7.07 11:42)
Da ist ja richtig was los bei Ihnen. Da möchte man selbst den ganzen Bettel hinhauen und auch mal raus und rund um die Welt. Sie Glücklicher.
Viel Vergnügen noch wünscht
Ihr Erdge Schoss

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen