Koalas und Japaner kuddeln

(Katoomba/Australien). Ihre Sicht: Am Morgen geht es zum Autoverleiher. Auch hier werden wir wiedereinmal ohne Aufpreis hochgestuft und bekommen einen niegelnagelneuen Mitsubishi Automatik. Logischerweise tragen wir mich und den Ölrussen als Fahrer ein. Mein Freund Schrlt will lieber hinten liegen und pennen (!), angeblich kann er seinen Führerschein gerade nicht finden. Erstmal fährt der Londoner, der sich ja bestens mit dem Linksverkehr auskennt und ab geht es in Richtung Blue Mountains, nach Katoomba! Aber natürlich nicht, ohne auf dem Weg dorthin, das bekannte Featherdale Wildlife Reserve zu besuchen.


Wer jetzt denkt, "Wildlife Reserve" bedeutet, dass dort die ganzen einheimischen Tiere in großen Gehegen und sozusagen in ihrer natuerlichen Umgebung zu erspähen sind, der sei eines Besseren belehrt! Das denken wir nämlich auch. Vorgefunden haben wir dann die armen kleinen Viecher in winzigen, engen Käfigen, umringt von schrillen, lauten quietschigen Frauen mit dicken Hintern und Opis mit riesigen Kameras, die die armen Kreaturen rücksichtslos ablichten (ich natürlich auch).


Positiv an der Sache ist nur, dass Koalas wo sowieso den Grossteil des Tages pennend verbringen (von dem ganzen Elend also wohl relativ wenig mitbekommen) und die süßen Kaenguruhs und Wollobies (wo genau ist da eigentlich der Unterschied?) von den ganzen Touristen wenigstens ordentlich mit Futter voll gestopft werden (irgendwie muss man an das Vieh ja rankommen, wenn man es streicheln will). Wenn sich jetzt jemand fragen sollte, wo eigentlich die riesigen Horden japanischer Touristen abgeblieben sind: Die stehen vorne beim „Koala-Kuddeln“ Schlange, um ein Foto von sich und Mini-Bärchen machen zu können. Ein echtes Erlebnis!


24.2.06 01:50

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen