Weltreise zu den Delfinen

Meine Sicht: Die beiden fahren mich gemächlich nach Nelson Bay, einer Halbinsel, 60 Kilometer ab vom Schuss, also der Hauptroute der gewöhnlichen Backpackerhorde. In einem netten Motel mit Pool finden wir zwei schöne Nichtraucherzimmer, was sie nicht lange bleiben. Am frühen Nachmittag schaffen wir es noch die traumhafte Finger Bay zu erkunden, eine einladende Bucht, endlich mit dem richtig warmen Meer zum Anbaden und dem kühlen Bier danach im Sonnenschein.


An der nächsten Bucht wiederholt sich dieser Vorgang bevor wir zurück in den Motelpool fahren und entspannt unsere ersten Stubbies trinken (das sind kleine Bierchen aus dem praktischen 24er Pack). So gesehen ist Australien sehr entspannend. Die Restaurantsituation ist dafür genauso bescheiden wie in Kaatooma, sodass wir (trotz des Ölrussens) entscheiden, in den Supermarkt zu gehen. Für uns eine wahrlich paradisische Entscheidung, da es hier wirklich alles (!) gibt, was der verwöhnte Westeuropäer so lange vermisst hat – also wir. Und was ist denn auch gegen herzhafte italienische Wurst, französischen Käse mit australischem Rotwein einzuwenden. Absolut gar nichts!


Am nächsten Morgen holt der Ölrusse sogar Take-away-Kaffee und wir genießen das Frühstück vor unseren Zimmern. Um 10.30 Uhr müssen wir am Anleger sein, denn wir haben eine Delfintour ins Auge gefasst. Diese ist wirklich sehr unterhaltsam und lustig, besonders der anderen Ausflügler wegen und Delfine sehen wir am Ende sogar auch. Interessanter wird’s für den Ölrussen und mich erst am Nachmittag, denn wir fahren an den „Stockton Beach“, eine wundervolle riesige Sanddüne und eben ein Traumplatz für Surfer. Wir fragen überall herum, ob sie Bretter verleihen, es sind hier aber scheinbar nur Lokals unterwegs – langsam sind wir richtig heiss. An einem anderen Strand finde ich irgendein fast kaputtes Stullenbrett (so ne Art Bodyboard) und so können wir zur Einstimmung dieses schon mal mit viel Spaß und, hier sogar, ohne Blue Jellyfish austesten.

Am Abend finden wir diesmal einen guten Fischkiosk, wo wir so richtig ausgiebig hinein hauen. Wie fast überall üblich, darf man in den Laden seinen eigenen Alkohol mitbringen, da die wenigsten Food-Läden eine Lizenz zum Ausschank haben. Schlimm! Wir haben unsere Bier im Motel vergessen. Somit haben wir das große Vergnügen zum ersten Mal im Inland, in eine verruchte Eckkneipe zu marschieren. Ich weis nicht, wie es in englischen oder irischen Pubs so zugeht, jedenfalls sind die Einheimischen hier sehr sehr laut, äußerst volltrunken und vor allem ziemlich hässlich. Mir gefällts eigentlich ganz gut in dem Laden.


26.2.06 19:36

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