Ein fieser Raubüberfall in Australien

(Brisbane/Australien). Ihre Sicht: Eine kleine Anekdote zu Australien fällt mir noch ein. Irgendwie scheint das Land doch recht anständig und geordnet zu sein (was irgendwie niedlich ist für eine Zivilisation, die mehr oder weniger von "Knasties" gegründet wurde). Auf jeden Fall hält man sich hier pingelig an Geschwindigkeitsbegrenzungen und auch so scheint es relativ wenige Verbrechen zu geben.

So ist dann auch die Hauptmeldung in den Nachrichten in Brisbane, dass ein 23-jaehriger Deutscher Tourist (der Peter) in Melbourne am Geldautomaten von zwei Männern gezwungen wurde, das gerade abgehobene Geld rauszurücken. Dem jungen Mann ist nichts passiert, die beiden Herren waren wohl auch recht höflich. Gut, in anderen Teilen der Welt gehört das schon fast zum Tagesgeschehen, denkt man sich da und bei uns wäre das gerade mal eine Nebenmeldung wert, wenn überhaupt. Nicht so in Australien! Der Gute war mit seiner Geschichte nicht nur „Top1“ in den Abendnachrichten, nein, er hat auch noch eine eigene Pressekonferenz bekommen, die dann auch fast in voller Länge in den Nachrichten ausgestrahlt wird. Und so wissen wir jetzt (und der Rest Australiens), dass der liebe Peter schon seit 3 Monaten durch Australien reist, trotz dieses Zwischenfalls seine Reise fortsetzen möchte und sich sogar überlegt, nach Australien auszuwandern. Na wenn das keine Meldung wert ist!

Ansonsten regnet es auf der Strecke nach Brisbane ununterbrochen, es werden sogar stärkere Unwetter und Taifune angekündigt. Hermann würde ja in Brisbane zurück fliegen und ich lasse mich von Schrlt überzeugen, dass wir jetzt, bei dem Wetter Neuseeland einschieben und den Rest der Ostküste, also vor allem Frazer Islands, die Whitsundays und das Great Barrier Reef später machen. Ich glaube insofern noch nicht so richtig daran, da mir Australien bis jetzt nicht sonderlich gefallen hatte und einmal in Neuseeland, weis ich nicht, ob wir überhaupt noch einmal wieder kommen würden. Wir werden sehen.

Der Ölrusse schenkt uns beiden ein T-Shirt zum Abschied. Wir werden ihn wirklich ein bisschen vermissen, den alten Motzkopf, der er hier in Australien komischerweise (fast) nie war.

1.3.06 17:15

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