Eulen nach Coober Pedy tragen

(Coober Pedy/Australien) Ihre Sicht: Die Fahrt durchs Outback ist eine Erfahrung fürs Leben. Diese Einsamkeit und hunderte Kilometer keinen Ort (oder Tanke) hat man sicherlich nur hier. Ich habe viel Zeit, um an meine Eltern und Freunde zu Hause zu denken.


Schon sehr feine Leute da drüben in Deutschland!!! Gaaanz so langweilig, wie wir dachten ist das Outback dann auch wieder nicht, da sich die Landschaften schon ab und zu ändern (und wir haben ja einen CD-Player). Die Opalstadt Coober Pedy ist so, wie es alle beschrieben hatten, nämlich unbeschreiblich - man muss es selbst gesehen haben.


Der kleine Ort mitten in der Wüste entstand nur deshalb, weil es hier wohl die weltweit größten Opalvorkommen gibt. Überall fährt man an riesigen aufgeschütteten Haufen vorbei und an Schildern, dass man hier auf gar keinen Fall herumlaufen soll da man sonst 50 Meter in die Tiefe purzelt und von niemanden gerettet werden kann (einfach weil hier draußen niemand lang spaziert – logisch eigentlich). Fast alle Kneipen, Hotels und Shops sind in die Berge als Höhlen hinein gehauen. Ich weis gar nicht, ob dies wegen der unerträglichen Hitze geschah oder weil man sich draußen mit tausenden ekligen Fliegen herum ärgert. Es ist jedenfalls kein Ort, der zum längeren Verweilen animiert. Auf dem Campingplatz sitzt eine riesige Eule auf einem Baum über unserem Wagen und glotzt sich das alles an. Nach dem Sonnenuntergang ist der Fliegen-Spuk aber vorbei und bei Bratwürsten am Grill vor unserem Camper ist alles wieder halbwegs erträglich.

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21.4.06 19:29

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