Ab ins größte Aquarium der Welt

(Great Barrier Reef/Australien). Meine Sicht: Frühschicht: 7 Uhr Aufstehen – das ist schlimm. Wir fahren zum Hafen und erfahren, dass wir insgesamt 66 Leute auf dem Boot sind. Das ist natürlich Mist. Andererseits ist es auf dem eineinhalb stündigen Weg zum Riff so wellig, dass wir wirklich froh sind, dass dieses Boot einigermaßen groß ist. Schon auf unserem Kutter müssen einige Leute ziemlich ekelhaft kotzen. Wir beide bleiben sauber und genießen die Fahrt zum Great Barrier Reef auf dem Sonnendeck – ach so heute ist es bedeckt und relativ kühl. Egal, kurz vor dem Atoll sehen wir eine kleine Gruppe Delfine im Wasser tollen und die kleine Insel, auf der wir landen ist wirklich malerisch.


Unsere Gruppe ist eben einfach nur zu groß. Deshalb nehmen wir nicht am einstündigen Inselwalk teil, sondern erkunden das Eiland auf eigenen Pfaden – ganz allein laufen wir einmal rundherum – sehen fantastische Vögel, Krebse, Muscheln und kleine bunte Fische zwischen den Korallen, direkt am Strand. Also Taucherbrille auf und hinein ins Vergnügen.


Dies ist an den hiesigen Stellen jedoch ein wenig enttäuschend, es gibt nicht viel zu sehen und das Wasser ist reichlich kühl. Die wirklichen Highlights sehen wir erst auf dem Weg ins den Korallengürtel mit einem Glasbodenboot: riesige Wasserschildkröten liegen da unten herum – wir waren vorher fast bis zu dieser Stelle geschnorchelt; schade eigentlich.


Mitten im Riff können wir am frühen Nachmittag nochmals in Wasser springen. Und siehe da: hier sehen wir dann wirklich, warum das Great Barrier Reef so berühmt ist: tausende bunte Fische, in allen denkbaren Größen und Formen umschwärmen einen sobald wir in das fantastisch türkise Meer eintauchen. Auf dem Boden wachsen riesige farbige Korallen, blaue Seesterne glitzern aus dem Sand. Ich gehe wie immer mit T-Shirt schnorcheln, da ich weiß, dass ich diesen Anblick so genial finde und dabei nicht bemerke, wie es mir den Rücken verbrennt. Der Junge ist lernfähig! Wir hätten auch richtig Tauchen können, aber das klappt irgendwie nicht und viel mehr würden wir dabei sicherlich auch nicht sehen.


Die Rückfahrt ist ruhiger und eigentlich waren die Leute hier an Bord auch weniger nervig, als wir vorher gedacht hatten. Mit einigen quatschen wir sogar recht lang und lustig. Beide finden wir, dass es diesmal ein wirklich schöner Tag gewesen ist und werden zur weiteren Belohnung bei der Einfahrt in den kleinen Hafen von hunderten Pelikanen im Nachmittagslicht der Sonne begrüßt. Auf dem Festland muss es ordentlich geschüttet haben, denn alles steht unter Wasser und abends fressen und die Mücken buchstäblich auf. Aber auch hier hat der Junge seine Lektion gelernt: ordendlich Einsprühen, viel Alkohol, eine nach der anderen Rauchen und vor allem nicht jucken.....

8.5.06 18:58

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