Back in Byron Bay

(Lennox Head /Australien). Meine Sicht: Sehr gern wäre ich noch geblieben, aber langsam müssen wir ein paar Kilometer machen, um in die Nähe unseres Fliegers in Sydney zu kommen.Und Byron Bay ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass man dort nicht Surfen kann. Insofern stehen meine Chancen, noch mal aufs Brett zu kommen gar nicht schlecht!

Jedoch leider nicht in Byron Bay. Das Problem an dem Ort: ohne Moos nix los, d.h. da wir nicht die Kohle haben, uns ein schickes Appartement mit Pool und Küche zu nehmen, bleibt wie immer nur der Campingplatz. In B.B. ist dieser jedoch richtige „Backpackerscheiße“ – er ist total überfüllt, ungemütlich, laut und zudem auch noch extrem überteuert. Ganz das Gegenteil davon finden wir in Lennox Head, dem kleinen Nachbarort. Dort ist es ruhig und wunderschön. Der Platz den wir finden, liegt malerisch an einem kleinen See und 100 Meter über die Straße ist eben das Meer, welches man auch in Byron findet – nur eben ohne coole Spasten.

Durch irgendwelche spezielle Bäume und Pflanzen ist der See extrem braun und angeblich super gesund für die Haut – also hinein mit mir. Nach dieser erholsamen Körperpflege erleben wir den schönsten Sonnenuntergang unseres Lebens. Die Farben, die sich über dem Gewässer spiegeln und in den gigantischen Himmel strahlen, wirken total unecht und wir können kaum glauben, wozu der Wettergott in der Lage ist. Von unseren Digitalkameras müssen wir morgen wahrscheinlich sehr viele Bilder löschen, schließlich wollen wir ja nicht 100 Bilder eines Sonnenuntergangs irgendjemanden zeigen. Es ist gigantisch schön.

Bei schlechtem Wetter am nächsten Morgen fahren wir tatsächlich nach Byron Bay, um unsere Fotos auf eine CD zu ziehen. Irgendwie dauert die ganze Aktion fast drei Stunden und wir bemerkten gar nicht, dass mittlerweile herrlichstes Wetter ist. Also zurück nach Lennox Head. Dort leihe ich mir – hört hört – ein Profisurfboard aus. Ich bin der Meinung, dass ich jetzt langsam so weit bin. Am einsamen Beach stelle ich fest, dass momentan überhaupt niemand hier im Wasser ist und die Wellen äußerst unregelmäßig auf die Küste prallen. Aber ich bin ja bescheuert und paddele hinaus. Sagen wir es einmal so: ich schlucke extrem vie Wasser, ich schlage mir ein Knie sofort blutig und stehe nicht eine einzige Welle. Im Prinzip liege oder sitze ich nicht einmal länger als 10 Sekunden auf dem Brett, so sehr werde ich durchgeschüttelt. Am Stand stehen zwei Profis und lachen sich tot über meine Bemühungen. Na wenigstens werde ich nicht aufs offene Meer Richtung Fiji abgetrieben. Scheiße – ich muss aufgeben. Auch an diesem Abend übertreffen wir uns beim Grillen wieder einmal selbst. Zugegebener Maßen kann ich dies mittlerweile ein bisschen besser, als auf den Brettern, die die Welt bedeuten, in den Ozean zu paddeln. Kann ich damit angeben?

11.5.06 08:12

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen