Sonnenuntergang Australien

(Lennox Head /Australien). Ihre Sicht: Wieder einmal sitzen wir bis 14 Uhr im Camper, bevor wir Byron Bay erreichen. Der Kreis schließt sich also, da wir es ja beim letzten Mal genau bis hierher aus der anderen Richtung geschafft hatten. Somit kennen wir uns natürlich bestens aus, jedoch wussten wir nicht, dass der Campingplatz hier ne Katastrophe ist, auf dem es bestimmt gut ab geht bis spät in die Nacht, aber wir sind keine 18 und vor allem nicht auf der Suche nach Partypeoplen. Das kleine Lennox Head ein paar Kilometer weiter gefällt uns da schon wesentlich besser – hier gibt es ein zwei Klammottenläden, einen Supermarkt, einen Surfshop, zwei drei Cafes und einen Fleischer – das war´s. Ratet einmal wo wir als erstes hinein gehen? Logisch: Fleisch mit Fleisch ist unser Gemüse. Der Campingplatz hier ist so schön – wir stehen ganz allein an einem traumhaften See und genießen die herrliche Aussicht auf unseren Campingstühlen.

Mein Freund geht eine Runde schwimmen in den dunkelbraunen und sehr kalten See und bemerkt gar nicht, dass so langsam die Sonne untergeht. Und wie(!). So etwas habe ich noch nicht gesehen und es wird im Leben sicherlich schwer, dies zu Toppen. Auf der Reise kommt nur ein Sonnenuntergang in Neuseeland in etwa an dieses Schauspiel heran – damals hatten wir jedoch unsere Kameras im Zimmer vergessen. Es sieht aus, als ob die Welt im gelb, roten Licht gleich untergeht.


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Der nächste Tag ist leider weniger erquickend, da es in Lennox Head regnet und wir in Byron Bay lediglich Dinge, wie Bilder herunter ziehen und E-Mails schreiben, machen. Da wir uns ziemlich lange nicht bei unseren Familien und Freunden gemeldet hatten, nimmt dies einige Zeit in Anspruch. Erst am frühen Nachmittag fahren wir zurück und mein toller Surferfreund leiht sich ein Brett. Natürlich ist er ja jetzt totaaaal gut und muss nicht mehr mit diesen riesigen Pappdingern fahren – er holt sich diesmal ein Surfbrett (also etwas, dass so aussieht, wie ich mir das vorgestellt hatte). Ich lege mich an den menschenleeren Strand, lese und schaue mit einem Auge, was er da so anstellt. Sieht nicht gut aus, muss ich sagen. Jedenfalls hat das nichts mit surfen zu tun. Manchmal verschwindet er für ziemlich lange Zeit unter Wasser und des Öfteren sehe ich das Brett im hohen Bogen über die Wellen fliegen – sein Bein hängt ja immerhin dran an dem Ding. Mit einem ziemlich stark blutenden Knie kommt er irgendwann angetröppelt und trinkt das mitgebrachte Wasser fast in einem Zug aus. Begeisterung kann ich nicht in seinem Gesicht feststellen. Für mich war es jedoch noch ein kleiner Sonnennachmittag und im Dunkeln sitzen wir vor „unserem“ Grill, quatschen, trinken furchtbaren Pappenrotwein und lassen uns vom aufkommenden Regen nicht die Laune verderben.


11.5.06 19:10

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