Dumme und hübsche Menschen

(Tupiza/Bolivien). Um 6.30 Uhr stehen wir auf, um den 8 Uhr-Bus zu erreichen, weil dies die einzige Möglichkeit des Tages ist, um überhaupt wieder in Richtung argentinische Grenze zu kommen. Wahrscheinlich sind wir noch nicht ganz wach, denn was sie mit unseren Rucksäcken machen, ist eigentlich so unglaublich, dass wir es erst verstehen, als wir schon im Bus sitzen: Wir tragen, wie alle anderen, unser Gepäck in den zweiten Stock des Busbahnhofes und bekommen dafür ein kleines Ticket. Dieses zeigen wir dem Typen vor dem Bus, der dann schrill nach oben in die zweite Etage pfeift. Aus luftiger Höhe zeigen sie uns allerlei Gepäckstücke, solange bis unsere Trekkingrucksäcke dabei sind – wir nicken ihn an – und nun werden unsere guten Stücke von oben an einem Seil hinunter gelassen und in die Ablagefächer des Busses gepackt. So einfach ist das in Bolivien und es gibt weniger Arbeitslose. Toll!


Die eigentliche Busfahrt ist wieder einmal unglaublich. Jeder Platz ist belegt, also auch der komplette Gang. Einige größere und kleinere Tiere (und Menschen) sorgen für einen unglaublichen Gestank bei brütender Hitze. Mit Hämorriden könnte sicherlich niemand die Reise lebend überstehen, es sind eben keine samtweichen Teerstassen auf denen wir dahin gleiten. Die Reise über „jeden Stock und Stein“ dauert aber nur 8 (!) Stunden.

In Tupiza jedoch beginnt jedoch der angenehmere Teil. Wir duschen & trinken ein kühles Getränk, was uns wieder unter die Lebenden bringt, sodass wir sogar einen gemütlichen Bummel auf dem heutigen Wochenmarkt genießen können. Das eigentliche Highlight jedoch beginnt bei einbrechender Dunkelheit. Direkt neben unserem Hotel hören wir plötzlich extremen Lärm. Bis wir merken, dass wir direkt neben einer großen Turnhalle wohnen, sind wir auch schon mitten drin. Zunächst spielen hier ältere Männer verflucht schlecht Fußball. Das ist wirklich so daneben, dass es schon wieder lustig ist – wir lachen und kaputt über das Gestolper. Dennoch bleiben einige Zeit und das ist auch gut so. Danach startet nämlich völlig ohne Übergang der örtliche Schönheitswettbewerb. Ich möchte die kleinen Bolivianerinnen wirklich nicht mit den Mädels aus Argentinien und Brasilien vergleichen. Sie sind einfach nur niedlich, unbedarft und schön.

8.6.06 06:57

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